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Wanda wollen nur Columbo schauen


Im April 2016 steht Marco Michael Wanda fassungslos auf der Bühne der ausverkauften Wiener Stadthalle und schreit ins Publikum: „Vielen Dank für die letzten zwei Jahre. Und danke für die nächsten 20. Oida!!“

Und diese nächsten 20 Jahre beginnen jetzt. Die neue Platte, die am 6. Oktober veröffentlicht wird, heißt „Niente“, der heute erschienene Vorabsong daraus „Columbo“.

Hier der neue Song auf Spotify

Hinter der Band liegen drei irre Jahre. Drei Jahre, an deren Anfang sich eine völlig unbekannte Band aufmachte, um ihre Botschaft von ‚Amore‘ in die Welt zu tragen. Mit wenig mehr als ein paar abgefuckten Raulederjacken, einem schier endlosen Zigarettenvorrat und zwei Säcken voller Hits im Kofferraum. Der Rest war Chaos, Hysterie und Ekstase. Wer hätte je damit gerechnet, dass sich im verschlafenen Wien fünfzehn Jahre nach Falco noch einmal eine solche Pop-Karriere starten ließe?

Doch innerhalb kürzester Zeit machen sich Wanda einen Namen als eine der heißesten Bands im deutschsprachigen Raum. Von Wien bis Berlin verzehren sich plötzlich alle nach „Amore“: In Österreich klettert die Platte bis auf Platz 2 und hält sich 102 Wochen lang in den Charts. Der Nachfolger erscheint kaum ein Jahr später und steht dem um nichts nach. „Bussi“ schießt mit den Singles „Bussi Baby“, „Meine beiden Schwestern“ und „1, 2, 3, 4“ an die Spitze der Charts. In Österreich hält sich das Album vier Wochen lang auf Platz 1. Auch in Deutschland und der Schweiz knackt es die Top 10. Die Feuilletons überschlagen sich mit Lob, es hagelt Auszeichnungen.

Hier das Video zu Columbo

Mit NIENTE geht die Reise weiter. Die dritte Platte erscheint am 06. Oktober 2017. Die Vergangenheit, Nostalgie und das Leben in allen Spielarten wird besungen, mehr denn je als abgeschlossenes Opus. Die zwölf Nummern bedienen und bedingen sich gegenseitig. Die Themen der Vorgänger finden sich auch auf NIENTE: Wien, Schmäh, Kindheit, Tod und Leidenschaft. Doch erübrigt sich eine Klassifizierung. NIENTE ist nicht bemüht, Klischees zu bedienen.

Die Erwartungshaltung an das dritte Album, geschürt von Fans, Medien und der Musikbranche, die in den letzten Jahren Zeugen des wilden Ritts durch Hallen, Charts und Feuilleton waren, wird mit Leichtigkeit entzaubert. Statt mehr von dem, was war, gibt es mehr von dem, was noch davor und dazwischen gewesen ist. Die Erschöpfung und Klarheit des nächsten Morgens, bedingt durch die Jahre auf der Straße und den Bühnen („Der Wahnsinn, eh klar“, so eine Konzertkritik der Süddeutschen Zeitung über ein Berlinkonzert 2015) wird auf NIENTE manifestiert. Regen, Sturm und Hitze, der Staub des Wegs der jüngsten Vergangenheit sind als Aroma spürbar, Substanz und Fleisch der Nummern tauchen tiefer ein in die Biografie des „Homo Wanda“. Die Wunden und Narben, das Glück und die Geborgenheit werden auf der Platte serviert, schnörkelfrei.

Wanda spielen auf Augenhöhe mit ihren Fähigkeiten, sie tun, und diese Untertreibung sei erlaubt, was sie können. Die musikalische Meisterschaft von Manuel Poppe (Gitarre), Christian Hummer (Klavier), Reinhold Weber (Bass) und Lukas Hasitschka (Schlagzeug) bereiten den roten Teppich auf dem die Texte von Marco Wanda tanzen, flanieren und hinschmettern. Paul Gallister, Produzent der ersten Stunde, saß wieder an den Reglern.

NIENTE setzt die Reise von Wanda fort und geht doch immer wieder auf die Suche nach dem Anfang, vor dem Anfang. Und ist gleichzeitig Anfang einer weiteren Etappe. Denn ruhig ist NIENTE nicht, und die Strudel des stillen Wassers sind oft stärker als das Tosen der Wasserfälle. Die Erzählung ist nicht abgeschlossen, sie findet einen neuen Angelpunkt. Die Play-Taste am Handy und der Greifarm des Plattentellers öffnen die Schleusen und die Fahrt kann beginnen.

HIER DAS ALBUM VORBESTELLEN


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